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10 Fehler bei der internen Verlinkung, die dein SEO sabotieren

Interne Verlinkung gehört zu den mächtigsten SEO-Hebeln, die du vollständig selbst in der Hand hast – kein Outreach, kein Linkbuilding-Budget, keine Abhängigkeit von Dritten. Und doch machen die meisten Websites systematisch Fehler, die Google Signale verwirren, Crawl-Budget verschwenden und Link Equity auf die falschen Seiten lenken. Dieser Artikel zeigt dir die 10 häufigsten Fehler bei der internen Verlinkung – und wie du sie mit einem strukturierten Audit schnell behebst.

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Warum interne Verlinkungsfehler so teuer sind

Interne Links sind das Nervensystem deiner Website. Sie entscheiden, welche Seiten Googlebot findet, wie oft er sie besucht und wie viel Rankingkraft sie aus dem gesamten Linknetzwerk erhalten. Wenn dieses System fehlerhaft ist, bezahlst du den Preis in Form schwächerer Rankings – selbst wenn deine Inhalte und dein technisches SEO einwandfrei sind.

Die gute Nachricht: Im Gegensatz zu externen Backlinks kannst du interne Verlinkungsfehler vollständig selbst beheben. Du benötigst keinen Einfluss auf andere Websites, keine Agentur und kein großes Budget. Ein einmaliger Crawl mit Screaming Frog und eine Analyse mit LinkJuice genügen, um die größten Fehler in wenigen Stunden zu identifizieren und zu priorisieren.

Fehler 1: Generische Ankertexte

Der mit Abstand häufigste Fehler: interne Links mit Ankertexten wie „hier", „mehr erfahren", „weiter lesen" oder „klicke hier". Diese Texte übermitteln Google keinerlei thematisches Signal über die Zielseite. Google nutzt den Ankertext eines Links als ein Relevanzsignal – er sagt dem Algorithmus, worum es auf der verlinkten Seite geht. Ein generischer Anker verschenkt diese Chance vollständig.

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Die Lösung ist einfach: Ersetze generische Ankertexte durch beschreibende Phrasen, die das primäre Keyword der Zielseite oder eine sinnvolle Variante enthalten. Statt „mehr erfahren" schreibst du „interne Verlinkung optimieren" oder „Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Crawl-Budget". Das dauert wenige Minuten pro Link und liefert messbaren SEO-Mehrwert.

Fehler 2: Verwaiste Seiten

Verwaiste Seiten (englisch: orphan pages) sind Seiten ohne eingehende interne Links. Googlebot findet sie nicht über das natürliche Navigieren der Website, sondern nur, wenn sie in einer XML-Sitemap erwähnt sind oder direkt aufgerufen werden. Da Googlebot Seiten bevorzugt crawlt, die von anderen Seiten verlinkt werden, erhalten verwaiste Seiten kaum Crawl-Aufmerksamkeit und so gut wie keine interne Link Equity.

Besonders häufig sind verwaiste Seiten bei Blog-Posts, die nach der Veröffentlichung nie aus anderen Artikeln heraus verlinkt wurden, und bei alten Produktseiten, deren Kategorie-Verlinkung nach einem Relaunch verloren ging. Prüfe deinen Crawl-Export auf Seiten mit null eingehenden internen Links und verlinke die strategisch wichtigen davon gezielt aus thematisch verwandten Inhalten.

Fehler 3: Zu tiefe Verlinkungstiefe

Ist eine wichtige Seite erst nach fünf, sechs oder mehr Klicks von der Startseite erreichbar, erhält sie kaum interne Link Equity. Googlebot folgt Links, die von der Startseite ausgehen, mit abnehmender Priorität in die Tiefe der Seitenstruktur. Strategisch wichtige Landingpages, Kategorien oder Blog-Artikel sollten daher maximal drei Klicks von der Startseite entfernt sein.

Überprüfe mit Screaming Frog die Crawl-Tiefe deiner wichtigsten Seiten. Seiten mit hoher kommerzieller Relevanz oder starkem Suchvolumen, die tief in der Struktur vergraben sind, sollten durch direkte Links aus der Navigation, der Startseite oder frequentierten Artikeln zugänglicher gemacht werden.

Fehler 4: Zu viele Links pro Seite

Interne Link Equity teilt sich auf alle ausgehenden Links einer Seite auf. Enthält eine Seite 300 interne Links, erhält jede verlinkte Seite nur einen Bruchteil der übertragenen Equity. Es gibt zwar keine offizielle Obergrenze von Google, aber die Praxis zeigt: mehr als 100–150 interne Links pro Seite verwässern die Wirkung erheblich.

Besonders Footer-Links sind ein häufiger Übeltäter: Wenn jede Seite deiner Website 80 Footer-Links enthält, fließt ein Großteil der Link Equity in diese 80 Ziele – unabhängig von ihrer strategischen Relevanz. Prüfe, ob du deine Navigation verschlanken und unwichtige Links aus dem Footer entfernen kannst, um die verbleibenden Links zu stärken.

Fehler 5: Interne Nofollow-Links

Das absichtliche Setzen von Nofollow-Attributen bei internen Links war einmal eine verbreitete Strategie, um Link Equity zu „konzentrieren" – bekannt als PageRank Sculpting. Google hat diese Praxis mit dem PageRank-Sculpting-Update effektiv neutralisiert. Seit 2019 behandelt Google Nofollow-Hinweise zudem als Empfehlung, nicht als Befehl. Interne Nofollow-Links können daher weder verlässlich Link Equity blockieren noch nützen sie dem SEO.

Setze Nofollow nur bei internen Links, die du aus dem Crawl-Pfad ausschließen möchtest – etwa Login-Seiten, Warenkorb-URLs oder Suchergebnis-Seiten. Alle anderen internen Links sollten dofollow bleiben.

Fehler 6: Defekte interne Links (404-Fehler)

Jeder defekte interne Link ist verschwendetes Crawl-Budget. Wenn Googlebot einem Link zu einer 404-Seite folgt, erhält er keine verwertbaren Inhalte und kehrt zurück – ohne dass die Link Equity weitergegeben wurde. Bei großen Websites mit tausenden Seiten und jahrelanger Content-Produktion häufen sich solche defekten Links oft unbemerkt an.

Führe regelmäßig Crawls durch und filtere in Screaming Frog nach internen Links, die auf 4xx-Fehler zeigen. Diese Links sollten entweder auf eine funktionierende URL umgeleitet oder entfernt werden. LinkJuice zeigt dir im Dashboard-Bericht direkt, welche defekten Links die meiste verlorene Equity verursachen.

Fehler 7: Fehlende Verlinkung zwischen thematisch verwandten Seiten

Interne Links verbinden nicht nur Seiten – sie vermitteln Google auch thematische Zusammenhänge. Wenn ein Artikel über „SEO-Audit" nie auf Artikel über „Crawl-Budget", „interne Verlinkung" oder „technisches SEO" verlinkt, verpasst Google das Signal, dass diese Inhalte thematisch zusammengehören. Die topische Autorität der gesamten Themengruppe leidet darunter.

Erstelle eine einfache Themencluster-Matrix: Welche deiner Seiten behandeln verwandte Themen? Verlinke Cluster-Seiten untereinander und von der zentralen Pillar Page aus. Dieser strukturierte Ansatz stärkt die topische Relevanz aller beteiligten Seiten gleichzeitig.

Fehler 8: Gleiche Ankertexte für verschiedene Zielseiten

Wenn du zwei verschiedene Seiten mit demselben Ankertext verlinkst, sendet du Google ein widersprüchliches Signal: Welche der beiden Seiten ist die relevanteste für dieses Keyword? Dieses Problem heißt Keyword-Kannibalisierung in der internen Verlinkung und schwächt die Rankingkraft beider Seiten.

Achte darauf, dass jede wichtige Zielseite eigene, einzigartige Ankertexte verwendet. Eine interne Ankertext-Map hilft dabei: Dokumentiere für jede Prioritätsseite die bevorzugten Ankertexte und weise sie als verbindliche Referenz für alle Texter und Redakteure aus.

Fehler 9: Überoptimierte Ankertexte

Das Gegenteil von generischen Ankertexten ist ebenfalls problematisch: Wenn fast alle internen Links zu einer Seite mit exakt demselben Keyword-Anker verlinkt sind, wirkt das unnatürlich und kann als Überoptimierung interpretiert werden. Google erwartet ein natürliches Mischverhältnis aus exakten Keywords, Variationen, Markennamen und beschreibenden Phrasen.

Eine gesunde Ankertext-Verteilung für eine Seite über „Crawl-Budget optimieren" könnte sein: 30 % exaktes Keyword, 40 % Variationen (z. B. „Crawl-Budget erhöhen", „Google Crawl-Rate"), 20 % beschreibende Phrasen und 10 % URL oder Markennamen. Überprüfe deine wichtigsten Seiten auf zu einseitige Ankertext-Profile.

Fehler 10: Keine regelmäßige Überprüfung

Der letzte und häufig übersehene Fehler ist kein einzelnes technisches Problem, sondern ein Prozessfehler: Interne Verlinkung wird einmalig optimiert und danach nie wieder angefasst. Jede neue Seite, jeder neue Artikel und jeder Relaunch verändert das interne Linknetzwerk. Ohne regelmäßige Überprüfung schleichen sich Fehler ein, wachsen neue verwaiste Seiten heran und die mühsam aufgebaute Linkstruktur veraltet.

Richte einen monatlichen Crawl-Termin ein. Bei aktiven Content-Sites mit wöchentlichen Veröffentlichungen empfiehlt sich sogar ein zweiwöchentlicher Rhythmus. Nutze LinkJuice, um die PageRank-Verteilung über Zeit zu verfolgen und Regressionen sofort zu erkennen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der gefährlichste Fehler bei der internen Verlinkung?
Generische Ankertexte wie „hier" oder „mehr erfahren" sind der häufigste und gefährlichste Fehler, weil sie Google kein thematisches Signal geben und damit wertvolle SEO-Wirkung verschenken.
Wie erkenne ich verwaiste Seiten in meiner Website?
Mit Screaming Frog oder LinkJuice: Seiten ohne eingehende interne Links werden im Crawl-Bericht als Orphan Pages angezeigt. In Screaming Frog findest du sie im Tab „Inlinks" – alle Seiten mit null Einträgen.
Wie viele interne Links pro Seite sind optimal?
Es gibt keine feste Regel, aber mehr als 100–150 interne Links pro Seite verwässern die Link Equity erheblich. Qualität schlägt Quantität – weniger, aber relevantere Links wirken stärker.
Sollte ich Nofollow bei internen Links verwenden?
In der Regel nein. Interne Nofollow-Links sind eine veraltete Strategie. Google behandelt Nofollow seit 2019 als Empfehlung, nicht als Befehl. Interne Links sollten generell dofollow bleiben.
Wie oft sollte ich meine interne Verlinkung überprüfen?
Mindestens einmal pro Quartal. Bei aktiven Content-Sites empfiehlt sich ein monatlicher Crawl, da jede neue Seite das bestehende Linknetzwerk verändert und neue Lücken entstehen können.

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