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Dofollow vs. Nofollow Links: Wann du welchen Typ verwendest

Dofollow oder nofollow – diese Entscheidung ist kleiner als sie klingt, aber falsch umgesetzt kann sie deine gesamte Linkstruktur ruinieren. Besonders bei internen Links verbreiten sich hier hartnäckig veraltete Strategien. Dieser Guide klärt, was Dofollow und Nofollow wirklich bedeuten, wann du welchen Typ verwendest und warum du das alte „PageRank Sculpting" endgültig vergessen solltest.

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Warum die Unterscheidung für SEO relevant ist

Jeder Link auf deiner Website – intern oder extern – ist entweder ein Dofollow-Link oder ein Nofollow-Link. Das entscheidet darüber, ob Link Equity fließt. Eine Website mit 500 internen Links, von denen 200 nofollow sind, verschenkt erhebliches Rankingpotenzial – nicht weil die Seiten schlecht sind, sondern weil die falsche technische Konfiguration sie von wichtiger Equity abschneidet.

Gleichzeitig gibt es Situationen, in denen nofollow nicht nur sinnvoll, sondern nach Google-Richtlinien verpflichtend ist. Wer diese Regeln kennt, kann Links bewusst steuern – ohne in Compliance-Probleme zu geraten.

  • Dofollow-Links übertragen Link Equity und stärken Rankings der verlinkten Seite
  • Nofollow-Links übertragen keine Equity – aber sie können trotzdem Traffic bringen
  • Falsch gesetzte interne Nofollow-Links können Rankings aktiv schaden
  • Bei bestimmten Link-Typen ist nofollow laut Google-Richtlinien Pflicht

Grundlagen: Was ist Dofollow und was ist Nofollow?

Im HTML-Code ist ein normaler Link (Dofollow) einfach ein <a href="...">-Element ohne besondere Attribute. Beim Crawlen folgt Googlebot diesem Link und überträgt einen Teil der PageRank-Equity von der Quellseite auf die Zielseite. Das Wort „dofollow" selbst existiert nicht als HTML-Attribut – es ist ein SEO-Begriff, der „kein nofollow" bedeutet.

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Ein Nofollow-Link fügt dem <a>-Tag das Attribut rel="nofollow" hinzu: <a href="..." rel="nofollow">. Das signalisiert Google, diesem Link keine Equity zu übertragen. In der ursprünglichen Spezifikation (2005) war nofollow eine strikte Anweisung – Google folgte dem Link nicht und übertrug keine Equity. Seit dem Update von 2019 behandelt Google nofollow als Hinweis, nicht mehr als absolutes Verbot. In der Praxis bedeutet das: Nofollow-Links von sehr autoritären Seiten können gelegentlich doch Equity übertragen – aber darauf verlassen solltest du dich nicht.

Seit 2019 gibt es zwei neue Link-Attribute neben nofollow:

  • rel="sponsored": für bezahlte oder gesponserte Links
  • rel="ugc": für User-Generated-Content wie Kommentare oder Forum-Beiträge

Dofollow vs. Nofollow: Der direkte Vergleich

Die wesentlichen Unterschiede auf einen Blick:

  • Equity-Transfer: Dofollow überträgt PageRank, nofollow nicht (in der Regel)
  • Crawling: Google kann beide Link-Typen crawlen, aber nofollow-Ziele haben niedrigere Priorität
  • Indexierung: Nofollow verhindert nicht automatisch die Indexierung der verlinkten Seite
  • Traffic: Beide Link-Typen können Besucher zur Zielseite schicken
  • Wann verwenden: Dofollow für alle regulären internen und redaktionellen externen Links; nofollow für bezahlte Links, UGC und technische URLs

Interne Links: Immer dofollow – fast immer

Für interne Links gilt eine klare Grundregel: Setze sie dofollow. Der Hauptzweck interner Links ist die Verteilung von Link Equity innerhalb deiner Website. Wenn du interne Links auf nofollow setzt, unterbrichst du diesen Equity-Fluss absichtlich – und das schadet deinen Rankings.

Die einzigen legitimen Ausnahmen für nofollow bei internen Links sind technische Seiten, die du bewusst vom Equity-Fluss ausschließen möchtest:

  • Login- und Registrierungsseiten
  • Interne Suchergebnis-URLs (/search?q=...)
  • Warenkorb und Checkout-Seiten
  • Druckversionen oder andere Duplikate, die du nicht indexiert haben möchtest
  • Admin-Bereiche und interne Werkzeuge

Für alle anderen internen Links – Blog-Artikel, Produktseiten, Kategorien, Guides – gilt: dofollow.

Das Märchen vom PageRank Sculpting

Zwischen 2005 und 2009 verbreitete sich im SEO eine Strategie namens „PageRank Sculpting": Interne Links auf unwichtige Seiten mit nofollow versehen, um die gesamte Equity auf wichtige Seiten zu konzentrieren. Die Idee schien intuitiv plausibel – und funktionierte kurzfristig sogar.

2009 erklärte Google-Mitarbeiter Matt Cutts jedoch öffentlich, dass diese Strategie nicht mehr funktioniert. Google rechnet die von nofollow-Links einbehaltene Equity nicht auf andere Links um. Wenn du zehn Links auf einer Seite hast und fünf davon auf nofollow setzt, erhalten die verbleibenden fünf dofollow-Links nicht 100 % der Equity – die fünf nofollow-Links „verbrennen" einfach ihren Anteil. Das Ergebnis ist weniger verteilte Equity insgesamt, kein Gewinn für die priorisierten Seiten.

PageRank Sculpting durch interne Nofollow-Links ist damit nicht nur wirkungslos, sondern aktiv kontraproduktiv. Wenn du heute auf veralteten SEO-Blogs über diese Strategie liest: Ignoriere sie.

Externe Nofollow-Links: Wann nofollow Pflicht ist

Bei ausgehenden Links zu anderen Domains gelten andere Regeln. Google-Richtlinien verlangen nofollow (oder verwandte Attribute) in bestimmten Situationen:

Bezahlte und gesponserte Links

Wenn du für eine Verlinkung Geld, Produkte oder Dienstleistungen erhältst, muss der Link mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet sein. Das gilt für klassische Anzeigenlinks, gesponserte Artikel (Native Advertising), Affiliate-Links und alle anderen kommerziell motivierten Verlinkungen. Verstöße gegen diese Richtlinie können zu manuellen Maßnahmen durch Google führen.

User-Generated-Content

Links in Kommentarsektionen, Forum-Beiträgen oder anderen nutzererzeugten Inhalten sollten mit rel="ugc" gekennzeichnet sein. Das schützt dich davor, für Spam-Links aus deinen Kommentaren verantwortlich gemacht zu werden.

Redaktionelle Links zu seriösen Quellen

Wenn du in einem Artikel auf eine seriöse externe Quelle verlinkst – eine Studie, einen Nachrichtenartikel, eine offizielle Behörde – ist nofollow nicht nötig. Diese Links sind ein Qualitätssignal, kein Risiko.

Wie du deinen Nofollow-Status analysierst

Um zu prüfen, ob deine internen Links korrekt konfiguriert sind, brauchst du einen Crawl. Screaming Frog exportiert für jeden internen Link den Follow-Status (follow/nofollow). Importiere die CSV in LinkJuice, das dir sofort zeigt, welche Seiten durch nofollow-Links von der Equity-Verteilung abgeschnitten sind.

Häufige Fehlerquelle sind CMS-Plugins und Themes: Viele WordPress-Themes setzen bei bestimmten Link-Typen automatisch nofollow – etwa bei Links zu Tag-Seiten, Autorenarchiven oder externen Widgets. Prüfe regelmäßig, ob dein CMS unbeabsichtigt nofollow-Attribute setzt.

  • Screaming Frog → „All Inlinks" Export → Filter nach Status „nofollow"
  • LinkJuice zeigt, welche Prioritätsseiten von nofollow-Links betroffen sind
  • Quellcode-Inspektion im Browser: Rechtsklick → Element prüfen → nach rel="nofollow" suchen

Fazit: Dofollow als Standard, nofollow mit Bedacht

Die Grundregel ist einfach: Interne Links sind immer dofollow, außer du hast einen spezifischen technischen Grund für nofollow. Externe ausgehende Links sind ebenfalls dofollow für redaktionelle Verlinkungen – und nofollow oder sponsored für bezahlte Platzierungen.

PageRank Sculpting durch interne nofollow-Links ist eine überholte Strategie, die du vergessen kannst. Stattdessen lenkst du Equity durch gezielt gesetzte dofollow-Links auf deine Prioritätsseiten – gemessen und priorisiert mit LinkJuice.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Dofollow und Nofollow?
Ein Dofollow-Link überträgt Link Equity (PageRank) vom verlinkenden auf das verlinkte Dokument. Ein Nofollow-Link signalisiert Google, diesen Equity-Transfer zu ignorieren. Im HTML-Code unterscheiden sie sich durch das Attribut rel="nofollow" beim Nofollow-Link.
Sollte ich interne Links auf nofollow setzen?
In der Regel nein. Interne Nofollow-Links sind nur sinnvoll für technische Seiten wie Login, Suche oder Warenkorb, die nicht gecrawlt werden sollen. Das frühere PageRank-Sculpting durch interne Nofollow-Links ist seit 2009 wirkungslos und kontraproduktiv.
Wann sind Nofollow-Links bei ausgehenden Links Pflicht?
Bei bezahlten oder gesponserten Links ist rel="sponsored" laut Google-Richtlinien verpflichtend. Bei User-Generated-Content empfiehlt Google rel="ugc". Redaktionelle Links zu seriösen Quellen brauchen kein nofollow.
Zählen Nofollow-Backlinks gar nicht für SEO?
Seit 2019 behandelt Google nofollow als Hinweis, nicht als strikte Anweisung. Nofollow-Backlinks von sehr autoritären Seiten können gelegentlich doch Equity übertragen. Für die Praxis gilt aber: auf Dofollow-Links fokussieren.
Wie erkenne ich, ob ein Link dofollow oder nofollow ist?
Im Browser: Rechtsklick auf den Link → Element prüfen. Ein Nofollow-Link enthält rel="nofollow" oder rel="sponsored" im a-Tag. Screaming Frog und LinkJuice zeigen für jeden internen Link den Follow-Status automatisch an.

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