Warum der Ankertext bei internen Links über Erfolg entscheidet
Der Ankertext ist der sichtbare, klickbare Teil eines Links und gehört zu den am stärksten unterschätzten Hebeln in der internen Verlinkung. Kurz gesagt: Er sagt sowohl Google als auch deinen Leserinnen und Lesern, worum es auf der Zielseite geht. Bei internen Links hast du die volle Kontrolle über diesen Text, anders als bei Backlinks von fremden Seiten, wo du auf den Ankertext oft keinen Einfluss hast. Genau diese Kontrolle solltest du bewusst und strategisch nutzen.
Ein gut gewählter Anchor Text erfüllt zwei Aufgaben gleichzeitig. Er gibt der Suchmaschine ein thematisches Signal, für welche Begriffe die verlinkte Seite relevant ist, und er gibt dem Menschen davor eine klare Erwartung, was ihn nach dem Klick erwartet. Wenn du etwa von einem Blogartikel über Ladezeiten auf deine Service-Seite verlinkst, ist PageSpeed-Optimierung ein präziser Ankertext, während ein nichtssagendes hier klicken beide Aufgaben verfehlt. Der Unterschied wirkt klein, summiert sich aber über hunderte interne Links zu einem messbaren Effekt.
Interne Links verteilen zudem den sogenannten Link Equity, also die thematische und autoritative Stärke, durch deine gesamte Seitenstruktur. Der Ankertext bestimmt mit, in welchen Kontext dieser Wert fließt. Eine Seite, die immer wieder mit demselben relevanten Begriff angesteuert wird, baut für genau dieses Thema Relevanz auf. Aus diesem Grund lohnt es sich, die interne Ankertext-Strategie nicht dem Zufall zu überlassen, sondern sie wie einen eigenen Teil der On-Page-Optimierung zu behandeln.
In der Praxis bedeutet das: Bevor du einen internen Link setzt, solltest du dir kurz überlegen, mit welchem Begriff du die Zielseite stärken willst. Diese Disziplin kostet pro Link nur wenige Sekunden, entscheidet aber über die Qualität deiner gesamten internen Verlinkung. Wer das konsequent macht, verschafft seinen wichtigsten Seiten einen spürbaren Vorsprung gegenüber Wettbewerbern, die ihre Ankertexte beliebig oder generisch vergeben.
So wählst du beschreibende und kontextstarke Ankertexte
Der wichtigste Grundsatz lautet: Ein guter Ankertext beschreibt das Ziel, nicht den Klick. Statt weitere Informationen oder mehr erfahren solltest du einen Begriff verwenden, der das Thema der Zielseite konkret benennt. Wenn du auf einen Ratgeber zur internen Verlinkung verweist, ist interne Verlinkung optimieren deutlich aussagekräftiger als ein generisches Füllwort. Diese Beschreibung hilft beiden Seiten der Gleichung, der Suchmaschine und dem Menschen.
Gleichzeitig sollte der Ankertext natürlich im Lesefluss stehen. Ein häufiger Fehler ist, exakte Keywords mit der Brechstange in einen Satz zu pressen, sodass der Text holprig wirkt. Besser ist es, den Begriff so einzubetten, dass ein Mensch ihn ohnehin lesen würde. Ein Satz wie „Wer seine Ladezeiten verbessern möchte, findet in unserem Guide zur technischen SEO die wichtigsten Schritte“ verlinkt den Anchor Text technischen SEO völlig organisch, ohne aufgesetzt zu wirken.
Achte außerdem auf die richtige Länge. Sehr kurze Ankertexte aus einem einzigen Wort sind oft zu unspezifisch, während ganze Sätze als Link unübersichtlich werden. In den meisten Fällen funktionieren zwei bis vier Wörter am besten, weil sie genug Kontext liefern, ohne den Lesefluss zu stören. Ein Ankertext wie Redirect-Ketten vermeiden trifft diese Balance gut: Er ist beschreibend, enthält ein relevantes Keyword und bleibt trotzdem kompakt.
Ein letzter praktischer Tipp betrifft den umgebenden Text. Suchmaschinen werten nicht nur den Ankertext selbst aus, sondern auch die Wörter direkt davor und danach. Wenn der Satz rund um den Link bereits thematisch passt, verstärkt das die Wirkung des Ankertextes zusätzlich. Du musst also nicht jedes relevante Signal in den Anchor selbst quetschen, sondern kannst den Kontext des Absatzes als Verbündeten nutzen und den Ankertext dadurch entspannter und lesbarer halten.
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Kostenlos testenOver-Optimierung erkennen und konsequent vermeiden
Over-Optimierung entsteht, wenn du immer wieder denselben exakten Keyword-Ankertext für interne Links verwendest, um eine Seite künstlich nach oben zu drücken. Kurz gesagt: Zu viel des Guten kippt ins Negative. Wenn fünfzig interne Links alle mit dem identischen Text günstige Kreditkarte auf dieselbe Seite zeigen, wirkt dieses Muster unnatürlich und kann von der Suchmaschine als Manipulationsversuch gewertet werden. Natürliche Verlinkung sieht anders aus.
Das Gegenmittel heißt Variation. Statt stur denselben Begriff zu wiederholen, solltest du für dieselbe Zielseite verschiedene, aber thematisch verwandte Ankertexte verwenden. Eine Seite über interne Verlinkung kannst du mal mit interne Links analysieren, mal mit Linkstruktur verbessern und mal mit interne Verlinkung prüfen ansteuern. Diese Vielfalt spiegelt wider, wie Menschen tatsächlich verlinken, und gibt der Suchmaschine ein breiteres, glaubwürdigeres Themenbild.
Ein konkreter Richtwert hilft bei der Selbstkontrolle: Wenn mehr als etwa dreißig Prozent deiner internen Links auf eine bestimmte Seite mit exakt demselben Keyword arbeiten, solltest du genauer hinschauen. Das ist keine starre Grenze, aber ein nützliches Warnsignal. In der Realität entstehen solche Konzentrationen oft unbemerkt, etwa wenn ein Template oder ein Navigationselement denselben Ankertext hunderte Male wiederholt, ohne dass das jemand bewusst entschieden hätte.
Gerade weil diese Muster schwer im Kopf zu behalten sind, lohnt sich ein systematischer Blick auf die Verteilung. Ein Werkzeug wie LinkJuice wertet bei einem bestehenden Screaming-Frog-Crawl direkt im Browser aus, welche Ankertexte wie oft auf welche Seiten zeigen. So erkennst du auf einen Blick, wo ein einzelner Anchor Text dominiert, und kannst gezielt für mehr Variation sorgen, bevor aus einer harmlosen Wiederholung ein echtes Over-Optimierungsproblem wird.
Generische Ankertexte und ihre versteckten Kosten
Generische Ankertexte wie hier, klick, diese Seite oder mehr lesen sind das andere Extrem und mindestens genauso schädlich wie Über-Optimierung. Kurz gesagt: Sie verschenken Information. Jeder solcher Link transportiert keinerlei thematisches Signal, weder für die Suchmaschine noch für Menschen, die mit Screenreadern Linklisten durchgehen. Eine Seite, die mit hier klicken verlinkt wird, profitiert in puncto Relevanz praktisch gar nicht.
Das Tückische daran ist, dass generische Ankertexte oft als nutzerfreundlich missverstanden werden. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Wenn jemand eine Linkliste oder eine Übersicht der angesteuerten Ziele betrachtet, sagen zehn identische mehr erfahren-Links überhaupt nichts aus. Ein beschreibender Ankertext wie Orphan Pages finden hingegen macht sofort klar, wohin der Klick führt, und verbessert dadurch die Orientierung und Barrierefreiheit spürbar.
Aus SEO-Sicht summieren sich diese verschenkten Chancen zu einem realen Nachteil. Stell dir eine Website mit zweitausend internen Links vor, von denen ein Drittel generisch ist. Das sind rund sechshundertsechzig Links, die kein einziges thematisches Signal weitergeben. Hätte jeder dieser Links einen passenden, beschreibenden Ankertext, würde die gesamte interne Relevanzverteilung deutlich schärfer ausfallen, ohne dass dafür ein einziger neuer Link nötig wäre.
Die gute Nachricht ist, dass sich dieses Problem vergleichsweise leicht beheben lässt. Du musst keine neuen Inhalte erstellen, sondern nur bestehende Ankertexte überarbeiten. Beginne mit den wichtigsten Seiten und ersetze generische Formulierungen schrittweise durch beschreibende Begriffe. Schon nach den ersten paar Dutzend korrigierten Links wirst du eine klarere und professionellere interne Verlinkung haben, die ihre thematischen Signale endlich vollständig ausspielt.
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Kostenlos testenPraktische Beispiele für gute und schlechte Ankertexte
Theorie hilft nur begrenzt, deshalb lohnt der Blick auf konkrete Gegenüberstellungen. Nimm eine Zielseite, die einen Audit von Redirect-Ketten behandelt. Ein schwacher Ankertext wäre hier klicken, um mehr zu lesen, weil er nichts über das Thema verrät. Ein starker Ankertext wäre Redirect-Ketten aufdecken, weil er beschreibend, kompakt und keywordrelevant ist, ohne übertrieben optimiert zu wirken.
Ein zweites Beispiel zeigt das Problem der Über-Optimierung. Angenommen, du verlinkst eine Seite über interne PageRank-Verteilung. Wenn du sie zwanzig Mal hintereinander mit exakt interner PageRank verlinkst, entsteht ein unnatürliches Muster. Besser ist eine Mischung: einmal internen PageRank berechnen, einmal Linkkraft verteilen, einmal wichtige Seiten stärken. Alle drei führen zur selben Seite, transportieren aber unterschiedliche, sich ergänzende Facetten desselben Themas.
Das dritte Beispiel betrifft den Lesefluss. Ein erzwungener Ankertext könnte lauten: „Für SEO interne Verlinkung Tool Vergleich klicken Sie hier.“ Dieser Satz ist grammatikalisch kaputt und liest sich wie aus einer Suchmaschine generiert. Natürlich formuliert würde derselbe Link so aussehen: „Wenn du verschiedene Ansätze vergleichen willst, hilft dir unser Überblick zur internen Verlinkung weiter.“ Der Ankertext internen Verlinkung sitzt hier organisch im Satz und wirkt nicht aufgesetzt.
Diese Beispiele zeigen ein durchgängiges Prinzip: Der beste Ankertext ist der, den ein Mensch schreiben würde, der das Thema kennt und seine Leserschaft respektiert. Er beschreibt, variiert und liest sich flüssig. Wenn du dir bei jedem Link kurz die Frage stellst, ob du diesen Text auch ohne SEO-Hintergedanken so formuliert hättest, landest du fast automatisch bei guten, natürlichen Entscheidungen.
Deine interne Ankertext-Strategie systematisch prüfen
Eine durchdachte Ankertext-Strategie entsteht nicht durch Bauchgefühl, sondern durch regelmäßige Kontrolle. Kurz gesagt: Was du nicht misst, kannst du nicht verbessern. Sobald eine Website über ein paar hundert Seiten hinauswächst, verlierst du den Überblick darüber, welche Ankertexte wie oft vergeben sind. Deshalb gehört ein Anchor-Text-Audit fest in deine wiederkehrenden SEO-Aufgaben, idealerweise einmal pro Quartal.
Ein solcher Audit beantwortet drei zentrale Fragen. Erstens: Gibt es Seiten, die fast nur mit generischen Ankertexten verlinkt werden und dadurch Relevanz verschenken? Zweitens: Gibt es Seiten, bei denen ein einzelner exakter Keyword-Anchor übermäßig dominiert? Drittens: Gibt es wichtige Seiten, die kaum beschreibende interne Links erhalten? Wer diese drei Fragen sauber beantwortet, hat den Großteil der Ankertext-Probleme bereits im Griff.
Genau hier setzt ein browserbasiertes Analysewerkzeug an. LinkJuice liest einen vorhandenen Screaming-Frog-Crawl ein und wertet die interne Verlinkung samt Ankertexten vollständig lokal im Browser aus, ohne dass du Daten hochladen musst. Neben der Ankertext-Verteilung erkennt es auch Orphan Pages und Redirect-Ketten, sodass du den Zustand deiner internen Verlinkung in einem Durchgang umfassend beurteilen kannst.
Aus den Erkenntnissen leitest du dann konkrete Maßnahmen ab. Notiere dir die zehn bis zwanzig auffälligsten Stellen und arbeite sie priorisiert ab: generische Anker ersetzen, übermäßige Wiederholungen variieren und unterversorgten Schlüsselseiten zusätzliche beschreibende Links spendieren. Diese drei Hebel zusammen verbessern die thematische Klarheit deiner Seite spürbar. Mit jedem Quartal, in dem du diesen Rhythmus durchziehst, wird deine interne Verlinkung präziser, natürlicher und wirksamer.
Häufige Fragen
Ankertext-Verteilung deiner Website analysieren
LinkJuice zeigt dir für jede Seite, mit welchen Ankertexten sie intern verlinkt wird – und wo Überoptimierung oder generische Texte dein SEO-Potenzial bremsen.
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